Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V.


Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V.
Max-Plạnck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V.,
 
Abkürzung MPG, gegründet 26. 2. 1948 als Nachfolgerin der Kaiser- Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V.; Sitz der Generalverwaltung ist München. Die MPG unterhält 80 wissenschaftliche Institute (Max-Planck-Institute, Abkürzung MPI), Forschungsstellen und Arbeitsgruppen, die v. a. Grundlagenforschung betreiben. Die Zahl der Mitarbeiter beträgt rd. 11 000, darunter rd. 3 000 Wissenschaftler.
 
Organe:
 
An der Spitze der MPG steht der auf sechs Jahre vom Senat gewählte Präsident (einmalige Wiederwahl möglich; seit 2002 P. Gruss). Der Präsident ist Vorsitzender des Verwaltungsrates, dem vier Vizepräsidenten, der Schatzmeister und zwei Vertreter der Wirtschaft angehören. Vorsitzende und Mitglieder des Verwaltungsrates bilden mit dem Generalsekretär den Vorstand; der Generalsekretär der MPG ist Leiter der Generalverwaltung. Gremium mit wesentlichen Befugnissen ist der Senat, der sich aus Vertretern von Wissenschaft, Wirtschaft, Bund, Ländern und verschiedenen Institutionen zusammensetzt. Wissenschaftspolitische Entscheidungen bereitet der Senatsausschuss für Forschungspolitik und -planung vor. Für die Beratung von wissenschaftlichen Angelegenheiten im Einzelnen ist der in drei Sektionen gegliederte Wissenschaftliche Rat zuständig. Ihm gehören vom Senat berufene Wissenschaftliche Mitglieder (in der Regel Direktoren an Instituten) sowie jeweils ein von den Mitarbeitern eines Instituts gewählter Mitarbeiter an. Jeder Sektion sind Schlichtungsberater zugeordnet.
 
 
Grundlage für die Finanzierung der MPG ist die zwischen Bund und Ländern am 28. 11. 1975 geschlossene Rahmenvereinbarung über die gemeinsame Förderung der Forschung nach Art. 91 b GG und die ergänzend dazu getroffene Ausführungsvereinbarung über die Förderung der MPG. Danach werden die Zuschüsse zum Haushalt der MPG von Bund und Ländern grundsätzlich je zur Hälfte getragen. Die Finanzierung des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik erfolgt nach einem besonderen Modell. Insgesamt beläuft sich der Jahresetat der MPG (2000) auf rd. 2,34 Mrd. DM (1999 rd. 2,17 Mrd. DM).
 
In den neuen Bundesländern betreute die MPG bis Ende 1996 27 Arbeitsgruppen an Universitäten, die diese anschließend integriert haben. Neu eingerichtet wurden seit dem 1. 3. 1990 (Stand 30. 3. 2000): Max-Planck-Institut (Abkürzung MPI) für Infektionsbiologie (Berlin), MPI für marine Mikrobiologie (Bremen), MPI für terrestrische Mikrobiologie (Marburg), MPI für molekulare Physiologie (Dortmund; löst das MPI für Systemphysiologie ab, auch das Dortmunder MPI für Ernährungsphysiologie wurde aufgelöst), MPI für Astrophysik (Garching bei München, vorher beim MPI für Physik in München), MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung (Teltow), MPI für Informatik (Saarbrücken), MPI für Mikrostrukturphysik (Halle [Saale]), MPI für extraterrestrische Physik (Garching bei München, früher beim MPI für Physik in München), MPI für Physik komplexer Systeme (Dresden), MPI zur Erforschung von Wirtschaftssystemen (Jena), MPI für molekulare Pflanzenphysiologie (Golm bei Potsdam), MPI für Wissenschaftsgeschichte (Berlin), MPI für neuropsychologische Forschung (Leipzig), MPI für Gravitationsphysik (Potsdam), MPI für Mathematik in den Naturwissenschaften (Leipzig), MPI für demographische Forschung (Rostock), MPI für chemische Ökologie (Jena), MPI für Biogeochemie (Jena), MPI für molekulare Zellbiologie und Genetik (Dresden), MPI für evolutionäre Anthropologie (Leipzig), MPI für Dynamik komplexer technischer Systeme (Magdeburg), MPI für chemische Physik fester Stoffe (Dresden), Forschungsstelle Enzymologie der Proteinfaltung (Halle), Projektgruppe »Recht der Gemeinschaftsgüter« (Bonn). - Publikationen: »Jahrbuch der MPG« (1951 ff.), »Berichte und Mitteilungen« (1952 ff.), »MPG Spiegel« (1972 ff.).
 
 
P. Hauke: Bibliogr. zur Gesch. der Kaiser-Wilhelm-/M.-P.-G.. .., 3 Tle. (1994);
 
Die Kaiser-Wilhelm-, M.-P.-G. u. ihre Institute, hg. v. B. VomBrocke u. H. Laitko, auf mehrere Bde. ber. (1996 ff.).

Universal-Lexikon. 2012.

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